Lob des Vorurteils

30 03 2009

Als die CDU eine protestantische, ostdeutsche, geschiedene, kinderlose ehemalige FDJ-Sekretärin erst zur Vorsitzenden, dann zur Kanzlerin machte, war ich beeindruckt von so viel Bereitschaft, über den eigenen Schatten zu springen und sich von den eigenen Vorurteilen zu emanzipieren.

Heute denke ich: Hätte die CDU sich mal an ihre  Vorurteile gehalten!





Von der Türkei lernen…

27 03 2009

Die Türkische Gemeinde Deutschland will ins Grundgesetz schreiben lassen, dass Migranten „vor Assimilierungsdruck zu schützen“ sind, zu deutsch: Türken sich nicht an die deutsche Gesellschaft anzupassen brauchen.

Jeder weiß, dass ich ein großer Freund und Bewunderer der Türkei und ihrer  Kultur bin. Ich stehe geradezu auf dem Standpunkt:

VON DER TÜRKEI LERNEN HEISST SIEGEN LERNEN!

Insbesondere der dort übliche Umgang mit ethnischen und religiösen Minderheiten ist mir stets ein Quell beglückender Inspiration! Schreiben wir also ins Grundgesetz, dass Muslime in Deutschland genau die Rechte haben wie Christen in der Türkei! Dass Moscheen hierzulande genauso leicht errichtet werden können wie Kirchen in der Türkei! Dass muslimische Prediger in Deutschland so behandelt werden wie christliche Missionare in der Türkei! Dass Türken in Deutschland genau in derselben Weise „vor Assimilierungsdruck zu schützen“ sind wie Armenier, Kurden und Griechen in der Türkei!





Ein superschneller Browser!

7 03 2009

Dem Kollegen Flash verdanke ich den Hinweis, dass Opera ein extrem schneller Browser ist – man sollte ihn geradezu einen „Brauser“ nennen. Ich habe es ausprobiert und fühle mich wie digital neugeboren. Ein ganz neues Bloggergefühl! Endlich mal was anderes als dieser IE-Schnarchbrowser. Kostenlos herunterladen kann man Opera hier.





Versöhnung auf polnisch

5 03 2009

Kaum ein Wort ist im Zusammenhang mit dem Rückzug von Erika Steinbach so häufig verwendet worden wie „Versöhnung“. Was man in Polen darunter versteht, darüber sind wir nun ausgiebig belehrt:

Versöhnung ist,

wenn die Interessen der Vertriebenen nicht vertreten werden dürfen, weil ein fremder Staat das nicht will;

wenn eine allseits respektierte Politikerin als Revanchistin und Faschistin verleumdet wird;

wenn sie deswegen genötigt wird, auf ihr gutes Recht zu verzichten;

wenn Warschau über innerdeutsche Angelegenheiten entscheidet; 

wenn Jaroslaw Kaczynski aus all dem den Schluss zieht, es lohne sich, gegenüber Deutschland Härte zu zeigen,

und wenn sozialdemokratische, grüne und sonstige Landesverräter das alles gut finden.

Wenn das die Versöhnung ist, was müssen wir uns dann unter Feindschaft vorstellen?





Der Jesuskomplex

3 03 2009

Acht Jahre lang hatten die USA einen Präsidenten, der die Welt durch Kreuzzüge erlösen wollte. Jetzt haben sie einen, der sie durch Bruderküsse erlösen will.

Gibt es in Amerika eigentlich keine Irrenhäuser?