Die Qualität der englischen Küche…

28 02 2009

… lässt sich bereits daran ablesen, dass das englische Wort für „Frühstück“ auf Deutsch so viel heißt wie:

Brich schnell!





Schreibtischtäter

25 02 2009

Die „Zeit“ gehörte jahrelang zu den Blättern, die ich immer mal wieder gerne las, allenfalls ihrer betulichen Art wegen ein wenig belächelte. Irgendwann habe ich aufgehört, sie zu lesen, so wie ich auch aufgehört habe, den „Spiegel“ zu lesen, die „Süddeutsche“ zu lesen, den „Tagesspiegel“ zu lesen – und sogar die FAZ fasse ich nur noch mit spitzen Fingern an, wenn überhaupt.

Ich sehe nämlich nicht ein, dass ich bis zu drei Euro fünfzig für Blätter berappe, in denen Artikel stehen, die schlechter sind als meine eigenen und die meiner Mitblogger. Das gilt für alle politischen Printmedien; Nummer eins auf meiner Hassliste ist aber mit weitem Abstand die „Zeit“, seit ein gewisser Herr Jessen sich als Blogger versuchte und uns dabei einen Einblick gewährte, wes Geistes Kind die Leute sind, die die „Zeit“ machen:

Das sind Leute, die im Geiste mitprügeln und mittreten, wenn die von ihnen als solche betrachteten deutschen Spießer von türkischen Gewaltkriminellen zusammengetreten werden. Seitdem las ich die „Zeit“ zunächst mit anderen Augen und bald überhaupt nicht mehr.

Ich lese auch den „Spiegel“ nur noch selten. Dem „Spiegel“ halte ich aber noch seine Ehrlichkeit zugute: Er bekennt sich wenigstens dazu, Kampagnenjournalismus zu treiben. Die „Zeit“ dagegen, diese scheinheilig weichgespülte Imitation von Bürgerlichkeit – die ist einfach das Letzte!





Wenn Gutmenschen unfreiwillig Gutes tun

22 02 2009

Es gehört geradezu zur Political Correctness der politisch Unkorrekten zu glauben, der Klimawandel sei eine Erfindung linker Ideologen, die die westliche Welt ruinieren wollten.

Ich bin auf naturwissenschaftlichem Gebiet nicht hinreichend bewandert, zu beurteilen, welche Seite recht hat. Ich gebe nur eines zu bedenken:

Wenn die Angst vor dem Klimawandel dazu führen sollte, dass der CO2-Ausstoß reduziert und zu diesem Zweck der Ölverbrauch gedrosselt wird, und wenn wir deswegen weniger abhängig von der Energieversorgung durch unsere Feinde sein sollten, dann hätte der Klimaschutz sich gelohnt, wenn auch auf einem ganz anderen Gebiet, und die Gutmenschen sich um die Freiheit des Westens verdient gemacht, wenn auch nur aus Versehen.





… doch einige sind gleicher

19 02 2009

Als ich heute Nachmittag das Hallenbad verlassen wollte, kam mir viele sechs- bis siebenjährige Kinder, die zu ihrem Schwimmkurs wollten, mit ihren Müttern entgegen.

Die Selbstverständlichkeit, mit der diese Mütter ihre kleinen Mädchen in die Herrenumkleide, die Herrentoilette und sogar die Herrendusche nicht nur schicken, sondern auch begleiten – nun, sie stört mich nicht wirklich.

Was mich stört, ist die Selbstverständlichkeit, mit der sie davon ausgehen, dass BESTIMMTE Leute die geltenden Spielregeln ignorieren dürfen und andere NICHT.

Oder bilde ich mir das ein, dass ein Besuch in der Damendusche zugleich mein letzter Schwimmbadbesuch wäre?





Morddrohungen

17 02 2009

Der Staatsanwalt, der den  Hamburger „Ehrenmörder“ angeklagt und erfolgreich auf „Mord“ und „lebenslang“ plädiert hatte, bekommt jetzt Morddrohungen und steht unter Polizeischutz.

Es gilt als wahrscheinlich, dass die Drohungen von Familienangehörigen des Mörders ausgehen. Von Menschen, denen unsere Nation Schutz gewährt hat. Von Menschen, die sogar die deutsche Staatsangehörigkeit haben und deshalb nicht ausgewiesen werden können.

Der loyale Diener eines demokratischen Rechtsstaates muss um sein Leben fürchten, weil eben dieser Staat seinen Pass Jedem in die Tasche steckt, der bei „drei“ nicht auf dem Baum ist.





„Offroader“

15 02 2009

Es dürfte allgemein bekannt sein, dass ich kein Freund von Anglizismen bin. Englische Fremdwörter benutze ich nur, wenn sie wirklich sinnvoll oder unvermeidlich sind, oder um Dinge zu bezeichnen, die ich nicht ausstehen kann: „Appeasement“ zum Beispiel, oder „Failed States“, oder „Political Correctness“.

Oder „Offroader“.

Das ist die Art von Fahrzeugen, die man früher „Geländewagen“ nannte, heute aber unmöglich noch so nennen kann: Bei all diesen Cayennes, die mit Tempo 30 über den Ku’damm paradieren, gesteuert von wohlhabenden Blinden mit erschmiertem Führerschein, erkennt man bereits an der Pomade, die aus dem Auspuff tropft, dass sie die sichere Straße nie verlassen haben, und dass selbst diese Straße noch parfümiert gewesen sein muss.

Ich frage mich immer nur eines: Warum haben die Fahrer solcher Autos alle keine Freunde, die ihnen sagen, dass sie sich lächerlich machen?





„Europagegner“

13 02 2009

Beim Übersetzen von Fjordmans Text „Deutschland und die Moslems“ ist mir wieder einmal aufgefallen, mit welcher Selbstverständlichkeit auch und gerade EU-Gegner aus einer europäischen Perspektive denken.

Vor hundert Jahren war Nationalismus noch eine Lehre, die vor allem dazu diente, sich vom Nachbarn abzugrenzen und ihn zu bekämpfen. Heute sind Nationalisten Leute, die die Nation und den Nationalstaat schlechthin erhalten wollen, die einander dabei grenzüberschreitend unterstützen, und die für die Probleme anderer europäischer Völker eine Sensibilität aufbringen, die den Ideologen der EU schon deshalb fremd bleiben muss, weil die nicht einmal die Probleme ihrer eigenen Völker begreifen.

Ich konzediere gerne, dass fünfzig Jahre europäischer Zusammenarbeit ihren Teil dazu beigetragen haben, den Nationalismus zu entgiften und den europäischen Krieg fast schon aus dem Bereich des Vorstellbaren zu verbannen.

Auf das entsprechende Zugeständnis der veröffentlichten Meinung, dass EU-Gegner keine „Europagegner“ sind, werden wir wohl bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten dürfen. Mit diesem Zugeständnis fiele nämlich die Säule der EU-Ideologie, wonach die Zustimmung zur Auflösung des europäischen Nationalstaates das Kennzeichen wahrer Loyalität zu Europa sei.

Europa wird an dem Tage gerettet sein, an dem das Wort „Europagegner“, gemünzt auf Menschen, die die europäische Kultur zu erhalten suchen, auf den zurückfällt, der es ausspricht.





Was der Deutschlandfunk aus der Geschichte lernt

10 02 2009

Als es in den fünfziger Jahren darum ging, ob das Deutschlandlied wieder als Nationalhymne eingeführt werden sollte, lautete eines der wichtigsten Gegenargumente, dass man dieses Lied gar nicht mehr hören könne, ohne am Ende das Horst-Wessel-Lied („SA marschiert“) zu erwarten. Das hatten die Nazis nämlich drangehängt, damit die Gedankenverbindung „Deutschland-NS“ auch jedem Volksgenossen ins Gehirn gebrannt wurde. Offenbar hatte die Gehirnwäsche langanhaltendem Erfolg.

Später war es beim Deutschlandfunk jahrelang guter (und für einen Sender dieses Namens auch angemessener) Brauch, am Ende jedes Tages das Deutschlandlied zu spielen. Seit ungefähr zwei Jahren wird die Europahymne drangehängt.

Wo sie diese Idee nur herhatten?





Die peinliche Pole Position

8 02 2009

Eine weltweit durchgeführte BBC-Umfrage hat ergeben, dass unser Land das beliebteste des Planeten ist. Bevor jetzt alle vor Rührung dahinschmelzen – „Wie edel müssen wir doch sein, dass man uns so liebt“ – sollten wir uns fragen, wie wir eigentlich zu dieser Ehre kommen? Das erschließt sich, wenn man sieht, dass ausgerechnet Israel kaum irgendwo sonst so unbeliebt ist wie hier.

Eine Nation wie die deutsche, die offenbar kein Verständnis dafür aufbringt, dass eine hochgradig gefährdete kleine Demokratie sich verteidigen muss, dürfte damit weltweit im Trend liegen. In einem Trend, der gegen die Freiheit, gegen die Demokratie, gegen den Westen läuft.

Eine Nation, die täglich aufs Neue deutlich macht, dass sie keine Opfer für die Verteidigung der eigenen Freiheit, der eigenen Demokratie, der eigenen Unabhängigkeit bringen wird, dafür jederzeit versuchen wird, ihren Feinden entgegenzukommen, und dies um jeden Preis – an Geld, an Freiheit, an Stolz -, eine solche Nation ist beliebt. Sie sollte sich nur nichts darauf einbilden.

Diese Beliebtheit ähnelt nämlich fatal der einer Nutte, die sich nicht nur für Jeden hinlegt, sondern auch noch dafür bezahlt.